Bei Das Vermächtnis der Traumweber ging es mir um die Idee eines Ortes, der nicht eindeutig erklärt wird, sondern sich eine Geschichte im Kopf des Betrachters abspielt. Im Zentrum steht ein uralter Baum mit einer kleinen Holzhütte.
Im Laufe der Entwicklung hat sich das ursprünglich größere Gebäude immer weiter reduziert, bis es schließlich zu einer kleinen, fast verborgenen Behausung wurde. Kein großes Bauwerk, sondern eine kleine Hütte, die sich in den Baum integriert, als wäre sie hineingewachsen. Mich hat dabei besonders interessiert, wie viel Leben und Geschichte in so einer kleinen, unscheinbaren Häuschen stecken kann.
Der Zugang, die warm beleuchtete Öffnung im Stamm, die Treppe, die in das Holz gebaut wurde und die vielen kleinen Details – Kleidung, die draußen hängt, Zeichen von Alltag – lassen bewusst offen, wer dort lebt. Vielleicht ist es ein menschenähnliches Wesen, vielleicht aber auch die geheimnisvollen Traumweber.
Im Zeichnen lag der Fokus auf diesem Gleichgewicht: zwischen Geborgenheit und Geheimnis, zwischen Natur und Behausung. Der Baum ist dabei nicht nur Kulisse, sondern der eigentliche Träger dieser Idee – ein Ort, der zum träumen einläd.